Die Dinge eines Lebens aufräumen
25. März 2026Es ist schwer, es tut weh. Ein jedes Ding, das in seiner Umgebung, meiner Umgebung, unseren Haushalten herumliegt und -steht, eine jede kleine Materie ist mit Leben gefüllt. Mit einem vergangenen Zweck oder einem zukünftigen Alltagsauftrag, mit Erinnerungen oder Plänen, mit Ästhetik, mit Lebenslust. Unser Sein ist eingebettet in ein Universum an Haushaltsgegenständen, Dokumenten, Kleidungsstücken, Büchern, Erinnerungsdingen, Möbeln und in ein wildes Konglomerat an Krimskrams. So richtig verstehen, warum unser materielles Universum so groß und unüberschaubar geworden ist, tut niemand. Wir verankern uns in diesem Materiellen, haben es unreflektiert um uns und vermischen unser Dasein nahezu untrennbar mit ihm. Unterwegs,…
Eine 24-h-Betreuung
Es war eine lang schon gehegte Idee, ein Hoffnungsschimmer, eine Karte, auf die wir eine Zeitlang alles setzten. Wir – das sind in diesem Fall seine Kinder und ich. M. selbst nicht. Wochenlang hatten wir auf ihn einreden, uns beschimpfen…
Palliativ
„Sie können doch beide nicht mehr.“ Die Ärztin unseres ambulanten Palliativdienstes erfasst es mit einem Blick, kaum dass sie unser Haus betreten hat. Sie hat recht, so sehr recht: Wir können nicht mehr. Insbesondere die Nächte sind zu einer einzigen…
Hineingeworfen
Es begann unvermittelt. Wenn ein Mensch bis ins hohe Alter rundum selbstständig und körperlich fit durchs Leben geht, täglich lange Wanderungen unternimmt, in den letzten Jahren mehrere schwere Erkrankungen locker durchgestanden hat … und dann plötzlich stürzt, mehrfach innerhalb weniger…